Vorgeschichtliche Gräber Südostrügens2017-05-12T10:20:48+00:00

Exkursion – Vorgeschichtliche Gräber Südostrügens

Archäologische Gesellschaft für Mecklenburg und Vorpommern e. V.

Gräber Südostrügen

Fußwanderung (1 Tag)

Gesamtstrecke: 23 km

Start: Kleinbahnhof Garftitz

Ziel: Kleinbahnhof Putbus

Anfahrt: Bei Anreise mit dem PKW sollte in Mutbus gestartet werden, da am Bahnhof Garftitz keine Parkplätze vorhanden sind. Mit der Kleinbahn bis Bahnhof Garftitz. Alternativ Anreise mit dem Bus bis Lancken/Granitz.

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1. Hügelgräber von Blieschow

Hügelgräber von Blieschow (Foto: F. Ruchhöft)

Südlich des Kleinbahnhofs Garftitz befinden sich zwischen den Häusern rechts und links die bronzezeitliche Hügelgräber. Weitere Hügel liegen im Wald östlich des Ortes, zu erreichen südlich entlang der Koppeln.

2. Gräber von Lancken und Burtevitz

Gräber von Lancken und Burtevitz (Foto: F. Ruchhöft)

1 km südlich von Lancken findet man in kleinen Gehölzen auf einem Acker nacheinander mehrere Großsteingräber in unterschiedlicher Erhaltung. Hier befanden sich einst wesentlich mehr Gräber, jedoch sind die meisten von ihnen im 19. Jahrhundert Steinschlägern zum Opfer gefallen. Die meisten der Gräber sind um 1970 archäologisch untersucht worden.

3. Ziegensteine vom Dummertevitz

Ziegensteine vom Dummertevitz (Foto: F. Ruchhöft)

Am Wanderweg nach Altkamp erreicht man nach 1 km das Großsteingrab („Hünenbett“) von Dummertevitz, die „Ziegensteine“. Bei den Ausgrabungen wurden auch einige Nachbestattungen aus slawischer Zeit gefunden.

4. Gräber von Nadelitz

Gräber von Nadelitz (Foto: F. Ruchhöft)

Zwischen Nadelitz und Groß Stresow erkennt man westlich der Straße nach Groß Stresow mehrere Baumgruppen, in denen die Großsteingräber liegen. Von der Position aus ist zugleich ein Rundblick über den Greifswalder Bodden möglich. Besonders imposant ist ein Langbett in einem Hügel, von dem jedoch nur wenige Steine der Umfassungssetzung und die Decksteine der Kammer erkennbar sind. Den Acker sollte man nur in der vegetationsfreien Zeit betreten.

5. Preußensäule von Groß Stresow

Am Wegeknick auf Höhe der Gräber folgt man dem nach Osten abzweigenden Weg und findet nach etwa 200 m das Postament eines Denkmals. Es erinnert an Friedrich Wilhelm I., König in Preußen, der, verbündet mit König Friedrich IV., König von Dänemark, am 15. November 1715 mit seinen Truppen (20.000–24.000 Mann) bei Groß Stresow landete und die Schweden von der Insel Rügen vertrieb. Zur Erinnerung an diesen Sieg ließ König Friedrich Wilhelm IV. im Jahr 1855 durch den Bildhauer Ludwig Stürmer eine Säule („Preußensäule“) aufstellen. Eine zweite Säule wurde 1854 bei Neukamp als Erinnerung an die Landung des Großen Kurfürsten im Jahr 1678 errichtet. Beide Säulen wurden 1991 wegen Einsturzgefahr abgenommen. Das Postament in Groß Stresow wurde 2004, das in Neukamp 2008 erneuert. Einige Teile der Säulen befinden sich in Putbus auf einem Gelände in der Alleestraße.

6. Gräber von Wobbanz

Gräber von Wobbanz (Foto: F. Ruchhöft)

Zwischen Muglitz und Nadelitz, auf der rechten Seite im Acker, befinden sich mehrere landschaftlich reizvoll gelegene Hügelgräber, unter denen sich möglicherweise Großsteingräber verbergen.

7. Großsteingrab von Nadelitz

Großsteingrab von Nadelitz (Foto: F. Ruchhöft)

In einem mächtigen Hügel unmittelbar südlich der Landstraße gegenüber den landwirtschaftlichen Gebäuden befindet sich ein stark zerstörter Großdolmen.

8. Großsteingrab von Posewald

Großsteingrab von Posewald (Foto: F. Ruchhöft)

Nördlich von Posewald hinter dem Übergang über die Kleinbahn erkennt man 100 m rechts im Acker in einer Gehölzgruppe das Großsteingrab. Stark zugewachsene, aber sehenswerte Anlage mit Spuren der Steinschlägertätigkeit, einer der Decksteine liegt am Fuß des Hügels.

9. Großsteingrab von Lonvitz

Großsteingrab von Lonvitz (Foto: F. Ruchhöft)

Das Großsteingrab befindet sich in dem mit Dorngebüsch bewachsenen Hügel am Abzweig nach Zirkow. Einzige Zugangsmöglichkeit vom östlichen (rechten) Ende des Buschwerks bogenförmig hinter dem Gehölz entlang und dann in gerader Linie auf die Straßenecke zu.

10. Großsteingrab von Lonvitz

Großsteingrab von Lonvitz (Foto: F. Ruchhöft)

Großsteingrab von Lonvitz an der Westseite der Bahnlinie: Das Großsteingrab mit seinem imposanten Deckstein – der zweite fehlt – befindet sich in einem Gehölz unmittelbar an der Böschung.

11. Hügelgrab in Lauterbach

Hügelgrab in Lauterbach (Foto: F. Ruchhöft)

Kurz hinter dem Abzweig des Vilmnitzer Weges auf der rechten Seite zwischen den Wohnhäusern befindet sich ein großes Hügelgrab, das durch die dichte Bebauung seinen landschaftlichen Reiz verloren hat.

12. Hügelgräber von Putbus

Hügelgräber von Putbus (Foto: F. Ruchhöft)

Hügelgräber von Putbus: Am Ende des Finkenwegs am östlichen Ortsausgang von Putbus befinden sich zwischen Gärten und Unland zwei große Hügelgräber auf der linken Seite, ein drittes auf der rechten Seite.

13. Putbus

Putbus (Foto: F. Ruchhöft)

Die 1810 angelegte „weiße Stadt am Meer“ entstand am Rand der Residenz der Fürsten von Putbus. Im Schlosspark befinden sich die Kirche, das Mausoleum und die Orangerie. Das Schloss, das in seinem Kern auf eine mittelalterliche Burg zurückging, wurde 1960–1964 abgetragen. Östlich vom Circus in der Alleestraße die Reste der „Preußensäulen“ von Neukamp und Groß Stresow.

Diese Exkursion haben die Archäologische Gesellschaft für Mecklenburg und Vorpommern und das Landesamt für Kultur und Denkmalpflege mit Unterstützung des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern erarbeitet.

© Archäologische Gesellschaft für Mecklenburg und Vorpommern