Von Plau am See nach Röbel (Müritz)2017-05-12T10:20:48+00:00

Exkursion – Von Plau am See nach Röbel (Müritz)

Archäologische Gesellschaft für Mecklenburg und Vorpommern e. V.

Exkursionen zu Bodendenkmälern

Autofahrt mit kurzen Wanderstrecken oder Radfahrt (1 Tag)

Gesamtstrecke: 98 km

Start: Plau  –  Ziel: Röbel

Streckeninformation: in der Regel befestigte Landstraßen.

Hinweis für Radfahrer: von Plau bis Stuer die Tourenbeschreibungen  „Rund um den Plauer See“ und „Stuer“ nutzen. Für eine Radfahrt wird empfohlen, von Dambeck unmittelbar nach Röbel zu fahren und diese Strecke auch für die Rückfahrt zu nutzen. Gesamtstrecke: ca. 75 km

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1. Plau

Plau (Foto: F. Ruchhöft)

Altstadt Plau und Landwehr Plau-Appelburg: Plau in Richtung Süden verlassen und die B103 bis Plau-Appelburg fahren. Am Ortseingang links halten und auf der Fläche vor dem ehemaligen Klärwerk parken

2. Bad Stuer

Um Stuer herum befinden sich zahlreiche archäologische Denkmäler.

Siehe dazu einen gesonderten Tourenvorschlag:

Wanderung in Stuer

3. Burgruine Stuer-Vorwerk

Burgruine Stuer-Vorwerk (Foto: F. Ruchhöft)

Die bewaldete Burgstelle besteht aus einer Vorburg und einer mit breitem Graben abgesetzten Hauptburg, die mit zusätzlichen Wällen und Gräben umgeben ist. Im Zufahrtsdamm, der im Gelände nicht mehr erkennbar ist, befand sich eine Zugbrücke. Während auf der Vorburg nur noch unscheinbare Mauerreste vorhanden sind, stehen auf der Hauptburg die Ruine des quadratischen Wohnturmes, ein tonnengewölbter Keller sowie Reste eines spätmittelalterlichen/frühneuzeitlichen Gebäudes. Die Burg, Stammsitz der Familie von Flotow, die nahezu 500 Jahre im Pfandbesitz des Landes und der Stadt Malchow war, wurde in der Mitte des 14. Jahrhundert erbaut und wurde 1660 durch ein Feuer zerstört.

4. Turmhügel Darze

Turmhügel Darze (Foto: F. Ruchhöft)

Der Turmhügel liegt in einer Weide auf der linken Seite der Dorfstraße. Durch die Beweidung des Geländes ist der Hügel gut einsehbar. Im Dorf entspringt die Elde, der längste Fluss Mecklenburgs. Der Name „Eierberg“ weist auf den alten Osterbrauch des Eiertrünnelns hin.

5. Burgstellen in Fincken

Burgstellen in Fincken (Foto: F. Ruchhöft)

Im Bruchwald südlich des Sees liegt eine zweiteilige Burg, bestehend aus dem rechteckigen Hauptteil im Süden, umgeben von einem flachen Wall, und der runden Vorburg, die von einem auf der Kuppe verlaufenden Ringwall umgeben ist. Im Volksmund wird der Ort „Klosterberg“ genannt. Sitz der Familie von Prignitz. Zwei weitere Burgstellen der Familie befinden sich im Ort. Ein heute nahezu vollständig zerstörter Turmhügel mit Mauerresten liegt am ehemaligen Gutshof, ein mit Wassergraben befestigter Hof, ebenfalls nur in Resten erhalten, östlich des Herrenhauses.

6. Burg Leizen

Burg Leizen (Foto: F. Ruchhöft)

Am östlichen Ortsrand liegt der von einem Graben umgebene Turmhügel mit einer deutlich erkennbaren Innendelle. Sitz der Familie von Knuth, von der ein Mitglied zu den Vitalienbrüdern gehörte.

7. Großsteingräber Dambeck

Westlich der Tankstelle am Abzweig der Straße nach Röbel liegen im Wald, dem ehemaligen Gutspark, dicht neben der B 198 zwei stark zerstörte Großsteingräber. An den Gräbern befinden sich Erläuterungstafeln.

8. Kirchenruine Dambeck

Kirchenruine Dambeck (Foto: F. Ruchhöft)

Rund 1 km nördlich von Dambeck liegt links abseits der Straße nach Minzow in einem Gehölz die Ruine der spätromanischen Feldsteinkirche von Dambeck mit einem sehenswerten Chorportal.

9. Landwehr bei Minzow

Landwehr bei Minzow (Foto: F. Ruchhöft)

Am Grenzgraben zwischen Minzow und Dambeck liegt im Wald eine gut erhaltene und hervorragend einsehbare Landwehr, bestehend aus einem Wall mit zwei Gräben. Alternativ zur Tourenbeschreibung erreicht man die Landwehr auch vom Parkplatz am Forsthaus Kroneiche aus. Von dort kann man auch einen schönen Schälchenstein und ein Großsteingrab erkunden.

10. Turmhügel Karchow

Turmhügel Karchow (Foto: F. Ruchhöft)

In Karchow liegt zwischen den Grundstücken ein sehenswerter Turmhügel. Es handelt sich um eine sehr schöne, mit Graben umgebene Befestigung.

11. Burg Wredenhagen

Burg Wredenhagen (Foto: F. Ruchhöft)

Im Ortskern von Wredenhagen befindet sich die mächtige Burg auf einem runden Plateau, umgeben von einer Ringmauer aus Backstein. Links neben dem Eingang befindet sich das mittelalterliche Torhaus. Eine Besichtigung der Ablage ist in den Sommermonaten möglich. Die Burg war Zentrum des Landes Wredenhagen und im späten Mittelalter häufig das Zentrum gewaltsamer Auseinandersetzungen zwischen Mecklenburg und der Prignitz.

12. Altstadt Röbel

Röbel (Foto: F. Ruchhöft)

Die mittelalterliche Doppelstadt besitzt einen intakten mittelalterlichen Ortskern mit zwei Kirchen aus dem 13. Jahrhundert mit wertvoller Innenausstattung. Der Windmühlenberg zwischen beiden Stadtkernen ging aus einer mittelalterlichen Burg hervor.

Diese Exkursion haben die Archäologische Gesellschaft für Mecklenburg und Vorpommern und das Landesamt für Kultur und Denkmalpflege mit Unterstützung des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern erarbeitet.

© Archäologische Gesellschaft für Mecklenburg und Vorpommern